Hundeerziehung

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Hundeerziehung

 

Besorgte Tierliebhaber beklagen sich oft darüber, dass sich erwachsene Hunde schlecht anpassen und das Verhalten nicht mehr zu verändern ist. Ein junger Hund passt sich am leichtesten an und ein erwachsener Hund bleibt wie er ist. Ist das richtig? Unsere Experten geben Tipps zur Hundeerziehung.

Sozialisierung von Welpen

Es is wahr, dass der Hund in der Sozialisierungsphase (vierte bis vierzehnte Woche) sehr leicht lernen. Während dieser Zeit entwickelt sich auch das Gehirn des Hundes. Das passiert vor allem durch den Einfluss der Umwelt, die er wahrnimmt.

In dieser Zeit sind Hunde in der Gruppe geschützt und jeder der ihnen begegnet wir später als Sozialpartner und Freund wahrgenommen und akzeptiert. Daher ist es sinnvoll, dass Welpen gute Erfahrungen mit anderen Hunden, Menschen und eventuell sogar Katzen gemacht haben. Auch Alltagsgeräusche wie vorbeifahrende Autos, oder die alltäglichen Geräusche im Haushalt sind eine wichtige Erfahrung.

Die neunte Lebenswoche ist für den Welpen eine Phase der Unsicherheit. Es ist hier wichtig dem Welpen Sicherheit durch Mutter und Geschwister zu geben. Erst zwischen der zehnten und zwölften Woche sollte das Tier von der Familie getrennt werden.

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Aufbau von Vertrauen

Es ist sehr wichtig, dass das Jungtier lernt, Vertrauen zum neuen Besitzer und Umwelt  aufzubauen! Verarbeitet er die Eindrücke gut, erkennt er, dass wenn es zu unangenehmen Situationen kommt, er sie beeinflussen kann und jemand da ist. Dann wird er in neuen Situationen entspannter sein. Macht ein Hund schlechte Erfahrungen mit anderen aggressiven Hunden oder  Missbrauch durch Menschen,  wird er später in solchen Situationen verunsichert reagieren. Überfordert ist das Jungtier auch von Menschenmassen und lauten Geräuschen.

Gleichzeit wirkt sich negativ auch ein Mangel an Erfahrung auf die Entwicklung aus. Hier werden die fehlenden Nervenzellenverbindungen kaum genutzt und das Tier kann nur wenige Reize verarbeiten. Wenn er nur den Hausgarten kennt, wird er Schwierigkeiten haben mit vielen Menschen und anderen Hunden zB in der lauten Großstadt umzugehen. Fördern Sie Ihren Hund, aber überfordern Sie ihn nicht.

Hunde lernen

Ein Hund, der schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann das sogar kompensieren. So können sie später langsam wieder sanft und behutsam anderen Menschen und Hunden vorgestellt werden, solange die Eindrücke nicht zu viele auf einmal sind. Mit ein wenig Geduld können Hunde die in ihrer Sozialisierungsphase gut an die Umwelt herangeführt wurden und das Alleinebleiben oder Autofahren erlernen.

Selbst Traumata überwinden Hunde überraschen gut. Oft werden im Tierheim verängstigte Tiere eingeliefert und bereits nach Tagen oder Wochen tritt mit ein wenig Geduld und Zuneigung eine merkliche Verbesserung ein.

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