Hundeernährung

Die richtige Hundenahrung

 

Alles zum Thema Hundefutter – Das beste Hundefutter für Ihren Hund

Das Thema rund um die richtige Tiernahrung ist gross und umfangreich und sorgt für Diskussionen bei den Tierhaltern. Worauf Sie bei der richtigen Hundenahrung achten müssen, finden Sie hier. Das Wichtigste auf einen Blick.

Das wichtigste bei der Hundeernährung ist die Ausgewogenheit. Wir müssen gewährleisten, dass der Hund mit genügend Nährstoffen wird. Hier sind die 3 wichtigsten Energieträger aufgelistet:

Kohlenhydrate sind Ballaststoff-  und Energieliferanten. Das ist Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Weizen und Hülsenfrüchte. Bekommt der Hund keine Kohlenhydrate, stellt er selbst Glukose in der Leber her.

Fette dienen ebenfalls der Energieversorgung und sind wichtig für Fell, Haut und die Verdauung. Wir unterscheiden zwischen pflanzlichen und tierischen Fetten wobei letzteres besser verwertbar ist.

Eiweiß wird für Zellerneuerung, das heißt für den Aufbau der Muskeln benötigt. Ebenso wird Eiweiß für die Blutbildung und das Gehirn benötigt. Hier gilt ebenfalls, dass das tierische Eiweiß beim Hund besser verwertet wird als pflanzliches.

 

Die 2 verschiedene Varianten der Hundeernährung

Die BARF Ernährung

BARF bedeutet Biologisches Artgerechtes Rohes Futter

Dadurch dass der Hund ein direkter Nachfahre des Wolfes ist, sollte er auch dementsprechend versorgt werden. Hier bekommt der Hund rohes Muskelfleisch, Knochen und Innereien. Außerdem fügt man dem Essen noch Gemüse und Wildpflanzen hinzu. Es gibt auch fertige zB tiefgekühlte BARF Produkte. Sie können das natürlich auch selbst zubereiten, indem Sie vom Metzger Fleisch besorgen, es mit Kräutern und zB Reis mischen. Die BARF-Ernährung ist eine sehr hochwertige Nahrung, aber auch sehr aufwendig, also Zeit- und kostenintensiv.

Ernährung mit Nass- oder Trockenfutter

Hier achten wir auf eine qualitativ und hochwertige Marke wie zB Royal Canin oder Wolfsblut, etc. Wichtig ist, dass die Nahrung genügend Nährstoffe enthält. Auf der Rückseite des jeweiligen Futters, können wir die Inhaltsstoffe nachlesen. Hier gilt immer. Das was als erster Stelle bei den Inhaltsstoffen angeführt ist, hat den höchsten Anteil. An erster Stelle sollte natürlich das tierische Eiweiß, also der Fleischanteil angegeben sein. Ist das nicht der Fall und Sie finden an erster Stelle Getreide, kaufen Sie es nicht. Solche Futtermittel sind meist minderwertig, oder speziell für die Gewichtszunahme entwickelt.

Was sind gute Zusatzstoffe: Wie beim Kochen zuhause, verliert das Essen bei der Zubereitung an Vitamine und Mineralstoffe. Meist werden dann diese durch synthetische Zusatzstoffe ersetzt. Das sollte auf der Verpackung vermerkt sein.

Was sind schlechte Zusatzstoffe: Folgende Zusatzstoffe sollten wir meiden. Konservierungsstoffe, Glutamat und Zucker. Diese Stoffe können Krankheiten wie Nieren oder -Leberschäden, Krebsund sogar Immunschwäche verursachen. Für nähere Informationen, fragen Sie bitte Ihren Tierarzt.

 

Trockenfutter

Nassfutter

Weiter Inhaltsstoffe sind Nebenerzeugnisse. Dies sind meist Schlachtabfälle wie Hufe, Haut sowie minderwertiges Fleisch. Das sollte natürlich nicht im Hundefutter enthalten sein.

Getreide:  Leider enthält Hundefutter meist einen hohen Getreideanteil. Das ist prinzipiell nichts schlechtes und für den Hund sehr gut verwertbar, dennoch ist Getreide natürlich billiger als tierisches Eiweiß und sollte in einem geringeren Anteil vorhanden sein.

Gutes Eiweiß:  Muskelfleisch, Innereien und Pansen. Tierische Nebenerzeugnisse wie bereits erwähnt, sollte im Tierfutter wenig bis gar nicht vorhanden sein. Hier kommte es oft zu einer Verschiebung der Darmflora und kann zu Magen-Darm Problemen führen. Weiters kommt es zu Allergien und Leberproblemen, weil die Leber ständig wegen dem minderwertigen Getreide und Eiweiß entgiften muss. Die Folge ist eine Beeinträchtigung des Stoffwechsels und dann zu einer Schädigung der Leber.

Trockenfutter Inhaltsstoffe:  Hier haben wir Richtwerte bezogen auf 100g. Der Hund sollte bei Versorgung mit Trockenfutter reichlich Wasser trinken, da es sonst zu Verdauungsproblemen und Verstopfung kommen kann.

  • Rohprotein: > 18%
  • Rohasche: < 10%
  • Rohfett: >  5%
  • Rohfaser: > 1%
  • Feuchtigkeit: < 12%
  • Kalzium: 0,8-1,2g
  • Natrium: 0,4-0,6g
  • Phosphor: 0,6-0,9g
  • Vitamin A: 850-1700 IE
  • Vitamin D: 85-170 IE
  • Vitamin E: 8mg

Nassfutter Inhaltsstoffe:  Es wird von Tierärzten empfohlen, dass Nassfutter einen Fleischanteil von 70% (Muskelfleisch und Innereien) enthalten sollte. Der restliche Anteil sollte Obst, Kräuter, Gemüse, Mais, Reis und Getreide enthalten.

  • Muskelfleisch
  • Innereien, Panzen und ergänzte Mineralstoffen und Vitaminen
  • Knochen
  • Gemüse
  • Kohlehydrate wie Reis, Getreide etc.

 

Wie oft sollte man unseren Liebling füttern?

  • Ältere Hunde ab 8 Jahren: 2 – 3 Mahlzeiten am Tag
  • Erwachsene Hunde ab 1 Jahr:  es genügt eine Mahlzeit am Tag
  • Junge Hunde bis 1 Jahr: 2 Mahlzeiten am Tag
  • Welpen bis 7 Monate: 2 – 3 Mahlzeiten pro Tag
  • Welpen bis 16 Wochen: 3 – 5 Mahlzeiten

Zu beachten ist, dass die Mahlzeit Zimmertemperatur haben sollte und nicht sofort nach dem Entnehmen des Kühlschranks verfüttert werden sollte. Bereiten wir eine Mahlzeit selbst zu, sollte sie nicht zu heiß sein. In beiden Fällen kann es die Magenschleimhaut schädigen.

 

Die richtige Futtermenge

Die richtige Futtermenge ist vom Alter, sowie Hunderasse und natürlich der Grösse abhängig.

Alter: Welpen brauchen sehr viel Energie für das Wachstum, wo hingegen ein älterer Hund wegen des reduzierten Stoffwechsels weniger Nahrung benötigt.

  • Welpen der kleinen Rassen: 6% bis 10% des Körpergewichts pro Tag
  • Welpen der grossen Rassen: 4% bis 6% des Körpergewichts pro Tag
  • Junge Hunde: 4% bis 6 % des K.gewichts pro Tag
  • Erwachsene Hunde: 2% bis 4% des K.gewichts pro Tag
  • Ältere Hunde: 30% Reduktion des Futtermittels gemessen eines erwachsenen Hundes

Wenn Sie sich dennoch unsicher sind, suchen Sie nach Gewichtsrechner für den Hund im Internet. Hier können Sie genau und spezifisch auf Ihre Hunderasse eingehen und wissen genau wie schwer oder leicht Ihr Hunde gerade sein sollte. Sie verhindern dadurch ein zu schnelles Wachstum durch zuviel Futter.

 

Falsche Hundeernährung

Sie erkennen eine falsche Ernährung am

Kot: Wenn das Hundefutter gut verwertet wird ergibt das eine geringere Kotmenge. Ist die Beschaffenheit des Kots zu dünn oder zu hart, zeugt das meist von schlechter Nahrungsqualität. Auch übler Geruch ist ein schlechtes Zeichen.

Verhalten: Selten kommt es vor, dass sich das Verhalten des Hundes ändert. Wenn Ihr Hund unruhig, aggressiv oder zu ruhig ist, kann das auf schlechte Ernährung hindeuten.

Fell: Verliert das Fell seinen Glanz, ist das meist ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Auch hier könnte es wieder das Futter sein.